Proktologie MediaPark Klinik Köln

In meinem Alter ? Schon Patientinnen und Patienten mit 20 Jahren suchen einen Proktologen auf. Es beginnt mit ein bißchen Blut am Toilettenpapier. Später kommen Brennen, Jucken und Schmerzen hinzu. Diese Beschwerden am After treten noch häufiger ab dem 30. Lebensjahr auf und ab 50 Jahre ist jeder Zweite irgendwann einmal betroffen.

Juckreiz mit Nässen und Brennen am After, Blutungen und Schmerzen können bei den meist harmlosen Erkrankungen zur Qual werden. Proktologische Erkrankungen sind nichts, worüber man gerne spricht. Daher sollten sie einen Proktologen als Spezialisten aufsuchen, der Sie in einer entspannten Atmosphäre untersucht, die Beschwerden mit ihnen bespricht und die beste Therapie für Sie auswählt.

In unserem Zentrum verfügen wir über alle minimal-invasiven Methoden wie die transanale Hämorrhoidalarterien Dearterialisation (THD), die Laserbehandlung oder die Stapler-Operation nach Longo oder als S.T.A.R.R., um Sie auf dem neuesten technischen Stand optimal zu versorgen. Wir sind spezialisiert auf eine schonende und schmerzarme konservative oder operative Therapie für folgende proktologische Erkrankungen:
 

Jeder Mensch hat Hämorrhoiden als so genannte Analpolster, einem zarten Geflecht von Adern und Gewebe, die zur Funktion des Schließmuskels beitragen. Vergrößerte Hämorrhoiden können Blutungen, Juckreiz und Stuhlschmieren verursachen, da die Feinabstimmung des Schließmuskels gestört ist. Diese Unannehmlichkeiten können nur in seltenen Fällen mit einer Salbe dauerhaft erfolgreich behandelt werden.

Hämorrhoiden werden häufig durch Schwangerschaft, Übergewicht und Verstopfung verursacht, haben aber auch andere Ursachen:

  • Langes Sitzen
  • Pressen beim Stuhlgang
  • Stress
  • Analverkehr
  • Schweres Heben
  • Chronischer Husten

Klassische Symptome der äußeren Hämorrhoiden sind Schmerzen, Juckreiz, mit oder ohne leichte Blutung und Reizungen der Analhaut. Klassische Symptome der inneren Hämorrhoiden sind schmerzlose Enddarmblutungen und Blutauflagerungen auf dem Stuhl oder am Toilettenpapier, kombiniert mit Juckreiz und Stuhlschmieren.

Je nach Größe der Hämorrhoiden und Ausmaß der Symptome kommen unterschiedliche Behandlungsansätze zum Tragen.

Die Behandlung von kleinen inneren Hämorrhoiden (Grad 0 bis 1) umfasst:

  • Warme Bäder oder Sitzbäder,
  • Medikamente wie Schmerzmittel,
  • Veränderungen der Ernährung, z.B. ballststoffreiche Kost, und
  • abführende Maßnahmen.


Die Behandlung von mittelgroßen Hämorrhoiden (Grad 2) umfasst Verfahren wie:

  • die Unterspritzung der Polster (Sklerosierung) oder
  • eine Gummibandligatur zum Abbinden der vergrößerten Polster.


Die Behandlung von großen inneren Hämorrhoiden (Grad 3 - 4) läßt sich fast nur operativ lösen mit Verfahren wie:

  • der Operation nach Milligan Morgan,
  • der Operation nach Parks,
  • der Operation nach Longo (Staplerresektion),
  • der transanalen Hämorrhoidenarterien Desobliteration (THD) mit Mukopexie (Raffung der Rektumschleimhaut) und
  • der Laserbehandlung.

      In unserer Sprechstunde werden wir sie genau untersuchen, um eine exakte Diagnose zu stellen und die beste Therapie zu empfehlen. Die sogenannte proktologische Untersuchung umfasst eine digitale Untersuchung (mit dem Finger) und eine Untersuchung mit starren Geräten (Proktoskop und Rektoskop), um den Enddarm und Analkanal einsehen zu können.

Mit unserer langjährigen proktologischen Erfahrung bieten wir ihnen alle konservativen und operativen Verfahren an. Die Fachexpertise von zwei Chirurgen mit unserem "4 - Augen - Prinzip" sichert eine hohe Qualität von Diagnose und Therapie.

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Ein Fissur ist ein Riß in der Afterhaut, meist verursacht durch harten Stuhlgang. Die Haut des Afters ist sehr empfindlich, deshalb verursacht der Einriß oft starke Schmerzen, die lange anhalten können und zur Verkrampfung des Schließmuskels führen. Hellrotes Blut auf dem Stuhl oder am Toilettenpapier wird durch den Einriß der Haut hervorgerufen. Eine akut aufgetretene Fissur hat eine 80 %ige Chance der Heilung, wenn die Schmerzen behandelt und die Verkrampfung gelöst wird. Heilt der Riss nicht aus, entwickelt sich eine chronische Fissur, die unter Umständen operiert werden muß.

Chronische Risse sind in der Regel an einer Falte an der Außenkante des Anus (Mariske) und Polypen im Anus (hypertrophe Analpapillen) zu erkennen.

 

Der After (Anus) ist von Haut ausgekleidet und von Muskeln umgeben, dem Schließmuskelapparat. In der Fachsprache heiß der Schließmuskel Sphinkter und besteht aus dem äußeren und dem inneren Sphinkter. Nach einem harten Stuhlgang kann die Analhaut einreißen und ruft Schmerzen und Blutungen hervor. Der Schmerz verursacht reflexartig eine Verkrampfung des inneren und äußeren Schließmuskels.
Sie werden bewußt nur die äußeren Schließmuskel entspannen können. Leider können Sie die inneren Schließmuskeln nicht entspannen, da sie nicht der bewußten Kontrolle unterliegen. Der erhöhte Druck durch die Muskelanspannung verringert die Durchblutung der Afterhaut und der Riß kann nur schwer abheilen. Dieses Szenario ist wie ein Teufelskreis. Schmerzen verursachen eine Verkrampfung der Muskeln, was noch mehr Schmerzen verursacht, den Blutfluss vermindert und so weiter.
Wie heilt ein Riss der Afterhaut ? Alle Therapieoptionen beruhen auf einer Drucksenkung im Schließmuskelapparat, um die Duchblutung zu verbessern und somit das Abheilen der Fissur zu ermöglichen.
Nifidepinhaltige Salben in Kombination mit einem lokalen Betäubungsmittel lindern die Schmerzen und verbessern gleichzeitig die Durchblutung. Eine Dehnungsbehandlung mit einem Analdehner senkt den Druck durch Lösen der Verkrampfungen. Botox-Injektionen werden in der Regel für Patienten mit chronischen Fissuren vorbehalten. Die Hauptwirkung von Botox ist eine vorübergehende Lähmung eines Muskels. Die Injektion von Botox in die innere Schließmuskulatur bewirkt die Entspannung des Muskels.

Bei stärksten Schmerzen ist eine Untersuchung in unserer Praxis leider nicht möglich. Hier hilft nur eine Diagnostik im OP in Rückenmarks- oder Vollnarkose, um den Schließmuskelapparat vorsichtig aufzudehnen und das veränderte Gewebe auszuschneiden. Die nun frische Wunde kann in aller Regel gut abheilen, begleitet immer von stuhlverdünnenden Maßnahmen. Heilt eine Fissur nicht aus oder ist sie schon chronifiziert, empfehlen wir eine Operation mit Ausschneiden der chronischen Narbe sowie Entfernung von Marisken und Analpapillen.

Eine Analfistel entsteht durch eine entzündliche Veränderung in den Drüsen des Afters (Krypten), vor allem durch Stuhlbestandteile verursacht, die zu einer abgekapselten Eiteransammlung, einem Abszess führen kann. Eine Fistel im engeren Sinne ist eine Verbindung zwischen dem Kryptenabszess und der Außenhaut. Die Entzündung bahnt sich einen Weg von der inneren Fistelöffnung im Analkanal nach außen zur äußeren Fistelöffnung, über die sich dann Eiter oder Flüssigkeit entleert.

 

Analfisteln im engeren Sinne werden kryptoglanduläre Fisteln genannt, die ihren Ausgangspunkt in den schleimproduzierenden Drüsen des Anus haben, die wiederum zwischen innerem und äußerem Schließmuskel liegen. Die Drüsen münden in die Krypten des Analkanals. Entzündungen in den Krypten (Kryptitis) können sich abkapseln und Abszesse bilden, die sich einen Kanal, eine Fistel, zur Haut schaffen.

Analfisteln können auch auf dem Boden einer chronischen Analfissur (Afterriß) entstehen. Dabei kann es zur bakteriellen Besiedelung und einer chronischen Entzündung kommen, die langsam in die Tiefe vordringen und den Schließmuskel durchdringen kann. Wird von dort die Hautoberfläche erreicht, ist die Fistel komplett.

Die dritte Gruppe umfasst Fisteln auf dem Boden entzündlicher Darmerkrankungen wie dem Morbus Crohn. Hier entstehen häufig komplizierte Fisteln, die alle Muskeln durchdringen können oder Fisteln zur Bauchdecke oder zum Gesäß bilden.
Es ist selten, dass eine Fistel spontan ausheilt. Eine wirksame konservative Behandlung steht nicht zur Verfügung. Aus diesem Grunde ist eine Operation nötig, bei welcher der Fistelkanal und das umgebende Gewebe entfernt werden. Die Wunde bleibt offen und heilt narbig aus. Analhygienische Maßnahmen mit Ausduschen der Wunde, Sitzbädern, häufige Verbandwechsel am Tag etc. unterstützen den Heilungsprozess, der 4 bis 6 Wochen andauern kann. Die Erfolgsquote bei unkomplizierten Fisteln beträgt 90 %.

Ist die Ursache für einen Analabszess eine zugrundeliegende Fistel, kann der Fistelgang in der gleichen Operation gespalten werden, wenn keine Schließmuskelbeteiligung vorliegt. Häufig ist es jedoch aufgrund der entzündlichen Veränderung des Gewebes nicht möglich, dieses sicher zu beurteilen. Eine lockere „Fadendrainage“ hält den Fistelgang offen und die Entzündung kann über einige Wochen abklingen. Die operative Versorgung der Fistel erfolgt dann in einem zweiten Schritt.

Die Schließmuskelfunktion kann durch den Fistelverlauf und eine Operation in unterschiedlichem Ausmaß gefährdet sein, was mit der Gefahr der Stuhlhalteschwäche (Inkontinenz) einhergeht.

Es gibt zahlreiche Strategien, um die Fistel zu beseitigen und dennoch die Kontinenz zu erhalten. Derzeit ist jedoch keine dieser Methoden in jeder Hinsicht voll befriedigend und die Heilungsraten liegen zwischen 20 und 90 %:

Analfistelspaltung mit primärer Rekonstruktion

Eine komplizizierte Fistel wird zunächst gespalten, der Fistelgang wird vollständig herauspräpariert und die durchtrennten Schließmuskeln werden dargestellt und durch Nähte wieder verschlossen, gegebenenfalls ergänzt durch eine abdeckende Schleimhautnaht. Für diese Technik werden mit bis zu 90 % die höchsten Heilungsraten angegeben. Lösen sich die Fäden, kann dies jedoch mit einer Inkontinenz für Luft oder auch für Stuhl einhergehen.

Anal Fistel Plug

Diese Operation wird für komplexe oder rezidivierende Fisteln eingesetzt. Der Plug ist eine Art Stopfen, um den Fistelgang aufzufüllen. Das Material löst sich in der Fistel auf und soll durch Narbengewebe ersetzt werden , welches die Fistel verschließt. Es besteht kein Risiko der Inkontinenz und die Operation kann wiederholt werden. Die Ergebnisse in der Literatur zeigen geringere Erfolgsraten zwischen 20 und 80% Heilungsraten.

Rektaler Mucosa-Verschiebelappen

Bei dieser Operation wird bei sehr komplexen Fisteln die innere Öffnung der Fistel mit einem Schleimhautlappen des Enddarms (Rektum) abgedeckt. Die Erfolgsquote liegt bei etwa 60 %.
Wir verfügen als Proktologen über eine jahrzehntelange Erfahrung nicht nur in der konservativen sondern insbesondere in der operativen Behandlung von Hämorrhoiden, Analfissuren, Fisteln, Abszessen und Condylomata. Komplexe Operationen bei Analfisteln mit Beteiligung des Schließmuskels gehören genauso dazu wie die einfache Spaltung eines Abszesses. Gerade bei komplexen proktologischen Eingriffen bieten wir eine besondere Expertise und garantieren hohe Qualität durch unser "4-Augen-Prinzip".

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Eine Analvenenthrombose ist eine manchmal sehr schmerzhafte feste bläuliche Vorwölbung unter der Haut rund um den After, verursacht durch ein Blutgerinnsel in einer äußeren Hämorrhoide. Diese Gerinnsel variieren stark in der Größe von einem kleinen Knoten bis zu Knoten, die den halben Anus umfassen.

 

Zu den Risikofaktoren zählen Verstopfung, aber auch Durchfall, starkes Pressen, langes Sitzen oder Stehen, eine Schwangerschaft, lange Flüge, Marisken und frühere Blutgerinnsel und vor allem Flüssigkeitsmangel.
Die Blutgerinnsel in den äußeren Hämorrhoiden haben ein typisches Erscheinungsbild mit ihrer bläulichen Farbe. Bei starken Schmerzen des Knotens ist es eine eindeutige Diagnose.
Kleinere, weniger schmerzhafte Analvenenthrombosen werden in der Regel mit Ruhe, Schmerzmitteln, auch als Salbe, warmen Sitzbädern, Stuhlweichmachern und erhöhter Flüssigkeitszufuhr behandelt. Das Gerinnsel wird dadurch schnell kleiner und die Schmerzen gehen rasch zurück. Große, sehr schmerzhafte Analvenenthrombosen müssen gelegentlich chirurgisch durch einen Schnitt in lokaler Betäubung behandelt werden.

Ein Analabszess ist eine Eiteransammlung mit Rötung und Schmerzen in der Nähe des Anus.

 

Die meisten Abszesse resultieren aus einer akuten Infektion der kleinen Drüsen am Übergang vom Anus zum Enddarm. Weniger häufiger entstehen Abszesse im Rahmen einer Analfissur. Tiefe Abszesse können bei entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn auftreten.
Einige der Risikofaktoren sind:

- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit),
- ein geschwächtes Immunsystem wie z.B. unter Chemotherapie in der Krebsbehandlung,
- Morbus Crohn oder
- Analverkehr.
Die Symptome eines Analabszesses umfassen starke Schmerzen mit einer Umgebungsrötung und Schwellung, Fieber sowie Abgeschlagenheit. Manchmal platzt eine Eiteransammlung spontan auf und es entleert sich gelblich-stinkender Eiter.
Eine klinische Untersuchung ist in den meisten Fällen ausreichend. Um das Ausmaß der Abszesshöhle zu erfassen, benötigt man in ganz speziellen Fällen einen Ultraschall oder ein MRT.
Die Behandlung eines Abszesses ist in der Regel die ausreichend große chirurgische Eröffnung der Abszesshöhle durch einen Schnitt. Antibiotika allein können das Problem nicht lösen. Wenn es sich um einen kleinen, oberflächlichen Abszess handelt, kann er in unserer Praxis als ambulanter Eingriff entlastet werden. Wenn der Abszess größer und komplexer ist, kann man ihn nur im Operationssaal entlasten, was mit einem kurzen stationären Aufenthalt verbunden ist.
Etwa ein Drittel aller Analabszesse können endgültig saniert werden. Ein zweites Drittel der Abszesse kann an dergleichen Stelle wieder auftreten (meist im Zusammenhang mit einer darunter liegenden Analfistel) und bei einem weiteren Drittel der Patienten heilt die Wunde trotz richtiger Therapie nicht vollständig aus und es entsteht eine Analfistel.

Diese Infektion ist eine der häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten. Es entstehen stecknadelkopfgroße derbe Knötchen (Warzen) um den After herum, sie können aber auch 2-3 cm in den Afterkanal hineinreichen. Feigwarzen werden durch ein übermäßiges Wachstum von Gewebe hervorgerufen, was durch das Human Papilloma Virus (HPV) verursacht wird. Das Virus lebt in Ihren Zellen und kann entweder inaktiv bleiben oder die Zelle aktivieren, Warzen zu entwickeln. Typische Symptome sind Juckreiz und Blutspuren am Toilettenpapier.

 

Feigwarzen werden in der Regel durch Geschlechtsverkehr übertragen. Der häufigste Weg, um von einem Human Papilloma Virus angesteckt zu werden, ist Analverkehr. Schützen können Sie sich mit Kondomen. Die Infektion kann vor Jahren geschehen sein und erst sehr viel später entwickeln sich Warzen. Es ist bekannt, daß Frauen, die Sexualverkehr in frühem Alter (15 Jahre) hatten, eine 95% Chance haben, ein Human Papilloma Virus zu akquirieren.
In den meisten Fällen werden die Feigwarzen operativ (in Vollnarkose) entfernt. Vereinzelte Condylome können in Lokalanästhesie abgetragen werden. Alternativ besteht neuerdings die Möglichkeit einer Salbenbehandlung mit immunmodulierenden Salben. Dringend erforderlich ist während der Behandlung eine Mituntersuchung des Partners sowie geschützter (Kondom verwenden !) Geschlechtsverkehr.
Sobald Sie mit dem Virus infiziert sind, können trotz erfolgreicher Behandlung immer Viren in Ihren Zellen zurückbleiben. Sie müssen also immer mit einem Risiko für ein Wiederauftreten von Feigwarzen (Rezidiv) rechnen.
Es ist derzeit wissenschaftlich nicht zweifelsfrei belegt, daß das Human Papilloma Virus Analkrebs verursacht. Aktuelle Studien deuten jedoch darauf hin, dass dieses Virus mit Analkrebs in Verbindung gebracht werden kann. Es ist allgemein bekannt, dass das Human Papilloma Virus Gebärmutterhalskrebs verursacht. Diese Zellen sind sehr ähnlich. Die Auftreten von Analkrebs steigt (vor allem in der HIV-Population) und die Theorie ist derzeit allgemein akzepiert, daß die gleichen Virus-Typen, die Gebärmutterhalskrebs verursachen auch mit Analkrebs in Verbindung gebracht werden können.

Bei einem Sinus pilonidalis (auch Steißbeinfistel genannt) bilden sich fuchsbauartige Gänge (Fisteln) mit Abszessen (Steißbeinabszess) in der Haut über dem Steißbein. Ursache sind meistens nach innen eingewachsene Haare. Langem Sitzen wird eine begünstigende Bedeutung beigemessen ("Truck driver disease"). Häufig findet man Steißbeinfisteln mit kleinen Öffnungen der Haut oberhalb der Poritze. Salben oder Antibiotika beseitigen die Ursache nicht.

 

Eine Heilung ist nur durch eine vollständige operative Entfernung des Fistelgangsystems gewährleistet. Bei einem Abszeß mit Schmerzen und Rötung besteht die Therapie in der Abszeßeröffnung, Ausräumung des Gewebes und offener Wundbehandlung, die langwierig über Wochen andauern kann. Operationsmethoden mit plastischer Deckung verschliessen die Wunde direkt, was die Behandlungszeit verkürzt, wenn die Wunde ohne Komplikationen verheilt. Ein weitere Alternative ist das "Pit picking" mit Ausschneiden der Fistelöffnungen, Ausräumen des Abszesses und regelmäßigem Spülen der Wunde.

Wir legen großen Wert auf ein gutes Ergebnis unserer Operationen in dieser intimen Region und stellen Ihre Lebensqualität wiederher.