HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Auf dieser Seite finden Sie alle häufig gestellten Fragen unserer Patienten.

WIE LÄUFT DIE BEHANDLUNG AB?

In unserem ersten Gespräch werden wir Sie nach Ihren Beschwerden fragen und einen objektiven Befund erheben. Manchmal benötigen wir noch eine Ultraschalluntersuchung oder ein Kernspin (MRT) zur Diagnosestellung. Nachdem die Diagnose feststeht, werden wir mit Ihnen mögliche Therapieoptionen sowie Nutzen und Risiken der einzelnen Verfahren ausführlich besprechen.

Nach der Empfehlung eines Operationsverfahrens und möglicher Alternativen haben sie genügend Zeit, Fragen zu stellen, um sich Ihre eigene Meinung bilden zu können. Danach steht es Ihnen natürlich frei, sich noch bis zum Zeitpunkt der Operation für ein alternatives Verfahren zu entscheiden.

Sie erhalten ein Schreiben mit allen Details, wie Sie sich auf die Operation vorbereiten sollten. Zudem erhält es Informationen zu welchem Zeitpunkt Sie in der Mediaparkklinik in Köln aufgenommen werden und wann Sie die Klinik voraussichtlich wieder verlassen können.

Am Tag der Operation werden sich die Chirurgen, der oder die Anästhesist(in) und das OP Pflegepersonal bei Ihnen vorstellen. Ihr Chirurg wird sie aus Sicherheitsgründen nochmals über das geplante Verfahren informieren, Sie um eine entsprechende Bestätigung bitten und die betroffenen Seiten markieren. Das gesamte Personal wird alles tun, damit Sie sich sicher und wohl fühlen.

Die meisten Patienten werden unmittelbar nach der Operation in den Aufwachraum verlegt. Nachdem Sie kreislaufstabil und weitgehend schmerzfrei sind, werden Sie zur Krankenstation gebracht. Einige Patienten benötigen einen längeren Krankenhausaufenthalt. Wenn dies der Fall sein sollte, werden wir Sie täglich visitieren, bis Sie soweit genesen sind, dass wir Sie nach Hause entlassen können.

Nach Ihrer Entlassung stehen wir Ihnen jederzeit telefonisch oder in der Praxis zur Verfügung. Bei Beschwerden ist es wichtig, dass Sie uns darüber informieren. Viele Fragen oder Probleme lassen sich häufig am Telefon klären. Ansonsten organisieren wir einen sofortigen oder kurzfristigen Vorstellungstermin in unserer Sprechstunde.

MINIMAL INVASIVE CHIRURGIE

Die laparoskopische Chirurgie

Diese Art von Chriurgie ist eine spezielle Technik, bei der die Operation nur über kleine Schnitte durchgeführt wird. In der traditionellen offenen Chirurgie verwendet der Chirurg einen einzigen großen Schnitt, um Zugriff zum Bauch zu gewinnen und die Operation durchzuführen. Dieser Schnitt muß groß genug sein, um eine klare Darstellung des Operationsfeldes zu erzielen. Die laparoskopische Chirurgie ermöglicht eine bessere Visualisierung, wobei über mehrere kleine (0,5-1cm) Schnitte Hülsen mit Dichtungen, sogenannte Trokare, in den Bauchraum eingebracht werden. Der Bauch wird mit Kohlendioxid gefüllt, um einen ausreichenden Arbeitsraum zu schaffen. Über einen Trokar wird eine Optik eingeführt, die aus einer digitalen Kamera (2D oder 3D) besteht und ein vergrößertes Live-Bild des Bauchraumes auf einen High-Definition-Monitor im Operationssaal überträgt. Eine breite Palette von speziellen Instrumenten kann dann über die Trokare eingebracht werden, um die Operation auszuführen.

Eindeutige Vorteile sind weniger postoperative Schmerzen und die Verringerung der Notwendigkeit für Schmerzmittel. Weitere Vorteile sind ein schnellerer Kostaufbau, ein verkürzter Krankenhausaufenthalt, eine frühere Rückkehr zu den alltäglichen Aktivitäten und verbesserte kosmetische Ergebnisse.

Die laparoskopische Chirurgie ist so sicher wie die traditionelle offene Chirurgie. Die Entscheidung, ob eine laparoskopische Operation durchführbar ist, kann während der präoperativen Beratung entschieden werden und ist abhängig von der Schwere der Erkrankung und der Vorgeschichte des Patienten.

LEISTENBRUCH

Bei der offenen Technik erfolgt der operative Zugang über einen vier bis fünf cm langen Schnitt in der Leiste. Wie bei der offenen Leistenbruch Operation wird auch bei den laparoskopischen bzw. endoskopischen Techniken ein Kunststoffnetz verwendet. Anders als bei der offenen Technik wird die Operation durch drei kleine Schnitte durchgeführt, von denen der größte einen Zentimeter lang ist.

Die Platzierung des Netzes erfolgt hinter den Bauchmuskeln. Bei der offenen Technik erfolgt diese allerdings zwischen den Muskeln, was die geringeren Schmerzen erklärt. Die laparoskopische bzw. endoskopische Chirurgie eines einseitigen oder beidseitigen Leistenbruchs erfordert immer eine Vollnarkose. Während die offene Leistenbruch Operation in lokaler Betäubung, Rückenmarksnarkose oder Vollnarkose durchgeführt werden kann.

Die deutsche und europäische Herniengesellschaft empfiehlt bei Patienten ab einem Alter von 30 Jahren ein Kunststoffnetz einzusetzen, um das Risiko eines erneuten Leistenbruchs (Rezidiv) gering zu halten. Die heutigen Netze sind nicht spürbar, besitzen eine sehr hohe Festigkeit und verursachen als Fremdkörper keine Allergien.

Leider können nicht alle Patienten mit einem Leistenbruch minimal-invasiv operiert werden. Wenn ein Patient vor kurzem eine offene Bauchoperation, eine Prostata-Operation oder bekannte heftige Vernarbungen im Unterleib hat, sollte die Operation über einen Leistenschnitt erfolgen.

Weitere häufig gestellte Fragen zur Leistenbruch Operation finden Sie auf der Seite Leistenbruch.

PROKTOLOGIE

Proktologie ist eine chirurgische Disziplin, die sich auf die konservative und operative Behandlung von Erkrankungen des Enddarms (Rektum), des Anus (After) und der Region um den Anus herum (perianal) spezialisiert hat.

Ein Proktologe ist ein Chirurg, der die Zusatzausbildung in der Proktologie erworben hat. Ein proktologischer Chirurg gilt als Experte nicht nur in der konservativen, sondern insbesondere in der operativen Behandlung von Erkrankungen des Enddarms und des Anus.

Patienten mit den folgenden Erkrankungen des Afters und des Enddarms sollten einen Proktologen konsultieren:

  • Schmerzen im Analbereich
  • Innere Hämorrhoiden
  • Äußere Hämorrhoiden
  • Analfissur
  • Analfisteln
  • Anale Hautfalten (Marisken)
  • Analabszess
  • Anale Warzen (Condylomata)
  • Steißbeinabszess (Sinus pilonidalis)
  • Polypen des Enddarms
  • Analer Juckreiz (Pruritus ani)
  • Blutungen aus dem Anus/Rektum
  • Bösartige Erkrankungen des Anus des Enddarms (Anal- und Rektumkarzinom)

Ein Proktologe bietet eine breite Palette von chirurgischen und nicht-chirurgischen Verfahren an:

  • Operative Behandlung von äußeren und inneren Hämorrhoiden
  • Operationen bei Analfissuren
  • Operative Fistelbehandlungen
  • Entfernung von Marisken
  • Eröffnung von Abszessen
  • Entfernung von perianalen und intraanalen Condylomata (Warzen)
  • Operative Behandlung von Steißbeinabszessen
  • Entfernung von Rektum- und Analpolypen

Folgende nicht-chirurgische Verfahren werden von uns durchgeführt:

  • Sklerotherapie und Gummibandligatur bei Hämorrhoiden
  • Endoskopische Verfahren:
    - Proktoskopie
    - Rektoskopie

Eine weiterführende Diagnostik bei Blutungen mittels Coloskopie erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den internistischen Kollegen in der MediaPark Klinik. Notwendige radiologische Untersuchungen wie ein CT oder MRT erfolgen in der radiologischen Praxis im Hause.

Zu den Ursachen einer Analvenenthrombose zählen unter anderem Verstopfung, aber auch Durchfall. Außerdem können auch starkes Pressen, langes Sitzen oder Stehen, eine Schwangerschaft, lange Flüge, Marisken und frühere Blutgerinnsel und vor allem Flüssigkeitsmangel zu einer Analvenenthrombose führen.

Die Blutgerinnsel in den äußeren Hämorrhoiden haben ein typisches Erscheinungsbild mit einer bläulichen Farbe. Bei starken Schmerzen des Knotens ist es eine eindeutige Diagnose.

Eine Analfissur entsteht folgendermaßen:

Der After, oder auch Anus genannt, ist von Haut ausgekleidet und von Muskeln umgeben, dem Schließmuskelapparat. Nach einem harten Stuhlgang kann die Analhaut einreißen und ruft Schmerzen und Blutungen hervor. Der Schmerz verursacht reflexartig eine Verkrampfung des inneren und äußeren Schließmuskels.

Sie werden in diesem Fall bewusst nur die äußeren Schließmuskel entspannen können. Dementsprechend können Sie die inneren Schließmuskeln nicht entspannen. Der erhöhte Druck durch die Muskelanspannung verringert die Durchblutung der Afterhaut und der Riss kann nur schwer abheilen. Dieses Szenario ist wie ein Teufelskreis. Schmerzen verursachen eine Verkrampfung der Muskeln, was noch mehr Schmerzen verursacht und den Blutfluss vermindert..

Wir arbeiten mit den folgenden Therapien:

Nifidepinhaltige Salben in Kombination mit einem lokalen Betäubungsmittel lindern die Schmerzen und verbessern gleichzeitig die Durchblutung. Eine Dehnungsbehandlung mit einem Analdehner senkt den Druck durch Lösen der Verkrampfungen.

Botox-Injektionen werden in der Regel für Patienten mit chronischen Fissuren vorbehalten. Die Hauptwirkung von Botox ist eine vorübergehende Lähmung eines Muskels und bewirkt somit eine Entspannung des Muskels in der inneren Schließmuskulatur.

Bei stärksten Schmerzen hilft nur eine Diagnostik im OP in Rückenmarks- oder Vollnarkose. Hierbei wird der Schließmuskelapparat vorsichtig aufgedehnt und das veränderte Gewebe herausgeschnitten. Die frische Wunde heilt in aller Regel gut ab. Die Heilung wird zusätzlich von stuhlverdünnenden Maßnahmen begleitet. Heilt eine Fissur nicht aus oder ist sie schon chronifiziert, empfehlen wir eine Operation mit Ausschneiden der chronischen Narbe sowie Entfernung von Marisken und Analpapillen.

Entstehung von Analfisteln

Anafisteln haben ihren Ausgangspunkt in den schleimproduzierenden Drüsen des Anus. Diese Drüsen wiederum liegen zwischen dem innerem und äußerem Schließmuskel und münden in die Krypten des Analkanals. Entzündungen in den Krypten können sich abkapseln und somit Abszesse bilden.

Analfisteln können auch auf dem Boden einer chronischen Analfissur, einem sogenannten Afterriss entstehen. Dabei kann es zur bakteriellen Besiedelung und einer chronischen Entzündung kommen, die langsam in die Tiefe vordringt und den Schließmuskel durchdringen kann.

Zudem existieren Fisteln auf dem Boden entzündlicher Darmerkrankungen wie dem Morbus Crohn. Hier entstehen häufig komplizierte Fisteln, die alle Muskeln durchdringen können oder Fisteln zur Bauchdecke oder zum Gesäß bilden.

Es ist selten, dass eine Fistel spontan ausheilt. Eine wirksame konservative Behandlung steht nicht zur Verfügung. Aus diesem Grunde ist eine Operation nötig, bei welcher der Fistelkanal und das umgebende Gewebe entfernt werden. Die Wunde bleibt offen und heilt narbig aus. Analhygienische Maßnahmen mit Ausduschen der Wunde, Sitzbädern, häufige Verbandwechsel am Tag etc. unterstützen den Heilungsprozess. Dieser kann vier bis sechs Wochen andauern. Die Erfolgsquote bei unkomplizierten Fisteln beträgt 90%.

Ist die Ursache für einen Analabszess eine zugrundeliegende Fistel, kann der Fistelgang in der gleichen Operation gespalten werden, wenn keine Schließmuskelbeteiligung vorliegt. Häufig ist es jedoch aufgrund der entzündlichen Veränderung des Gewebes nicht möglich, dieses sicher zu beurteilen. Eine lockere „Fadendrainage“ hält den Fistelgang offen und die Entzündung kann über einige Wochen abklingen. Die operative Versorgung der Fistel erfolgt dann in einem zweiten Schritt.

Die Schließmuskelfunktion kann durch den Fistelverlauf und eine Operation in unterschiedlichem Ausmaß gefährdet sein, was mit der Gefahr der Stuhlhalteschwäche, der sogenanten Inkontinenz einhergeht.

Es gibt zahlreiche Strategien, um die Fistel zu beseitigen und dennoch die Kontinenz zu erhalten. Derzeit ist jedoch keine dieser Methoden in jeder Hinsicht voll befriedigend und die Heilungsraten liegen zwischen 20% und 90%:

Analfistelspaltung mit primärer Rekonstruktion

Eine komplizierte Fistel wird zunächst gespalten, der Fistelgang wird vollständig herauspräpariert und die durchtrennten Schließmuskeln werden dargestellt und durch Nähte wieder verschlossen. Gegebenenfalls wird der dieser Vorgang durch eine abdeckende Schleimhautnaht ergänzt. Für diese Technik werden mit bis zu 90% die höchsten Heilungsraten angegeben. Lösen sich die Fäden, kann dies jedoch mit einer Inkontinenz für Luft oder auch für Stuhl einhergehen.

Anal Fistel Plug

Diese Operation wird für komplexe oder rezidivierende Fisteln eingesetzt. Der Plug ist eine Art Stopfen, um den Fistelgang aufzufüllen. Das Material löst sich in der Fistel auf und soll durch Narbengewebe ersetzt werden, welches die Fistel verschließt. Es besteht kein Risiko der Inkontinenz und die Operation kann wiederholt werden. Die Ergebnisse in der Literatur zeigen geringere Erfolgsraten zwischen 20% und 80% an Heilungsraten.

Rektaler Mucosa-Verschiebelappen

Bei dieser Operation wird bei sehr komplexen Fisteln die innere Öffnung der Fistel mit einem Schleimhautlappen des Enddarms abgedeckt. Die Erfolgsquote liegt bei etwa 60%.

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HILFREICHE LINKS

Hier haben wir für Sie interessante Links bereitgestellt:

www.sportlerleiste.koeln

www.operation-hernia-koeln.de