Gallensteine entfernen - Gallenblasen OP

Als laparoskopische Cholecystektomie bezeichnet man die operative Entfernung der Gallenblase über kleine Schnitte im Bauch bei Gallenblasensteinen (Gallenstein OP) oder Polypen. Dieser minimal-invasive Zugang mittels Bauchspiegelung (Laparoskopie) ist heute das Verfahren der Wahl.

Gallenblasenoperationen werden fast 200000 mal pro Jahr in Deutschland durchgeführt. Damit ist die Entfernung der Gallenblase ein sicherer Routineeingriff.

Die Gallenblase ist ein kleines Organ im rechten Oberbauch, welches die Gallenflüssigkeit aus der Leber sammelt und bei Bedarf an den Zwölffingerdarm abgibt, um die Nahrung zu verdauen. In der Gallenblase können sich Steine wie in "einem stehenden Gewässer" bilden, wenn ein Ungleichgewicht der einzelnen Komponenten (z.B. bei erhöhtem Cholesterin) in der Gallenflüssigkeit besteht. Die Ernährung und angeborene Faktoren spielen eine große Rolle bei der Entstehung von Steinen.
Eine Gallenblase sollte bei Beschwerden durch nachgewiesene Steine operativ entfernt werden. Der Nachweis der Steine in der Gallenblase erfolgt in der Regel per Ultraschall. Beschwerden können kolikartige Schmerzen häufig nach Genuß fettiger Speisen oder nach dem Kaffeetrinken sein. Manchmal sind die Beschwerden aber auch relativ unspezifisch mit leichten, ziehenden Schmerzen im rechten Oberbauch, die auch in den Rücken ausstrahlen können. Die Dringlichkeit der Operation hängt von den Beschwerden ab, ist aber zeitlich gut planbar.

Blockieren die Gallensteine den Abfluss der Galle aus der Gallenblase vollständig, schwillt die Gallenblase an und entzündet sich. Dies geht mit starken kolikartigen Schmerzen im Oberbauch und Fieber einher. Bei 80 % der Patienten löst sich die Blockade und die Koliken verschwinden. In 20 % der Fälle bleiben sie bestehen, was eine Operation in den nächsten 24 Stunden erfordert. In den anderen 80 % der Fälle ist die Operation planbar.
Die laparoskopische Gallenblasenentfernung ist ein sicherer Routineeingriff. Ganz wesentlich sind die genaue Darstellung vom Blutgefäß und dem Ausführungsgang zur Gallenblase, die mit Kunststoffclips verschlossen werden. Die exakte Darstellung verhindert äußerst seltene Blutungen und Verletzungen des Hauptgallenganges (Risiko statistisch in Deutschland etwa 2 %). Bei starken Entzündungen ist ein Umstieg auf eine offene Operation notwendig, um die Strukturen sicher darzustellen und Sie als Patient zu schützen (Rate 4 %).

Die Wundinfektionsrate ist durch die kleinen Schnitte zu vernachlässigen.
Die Schmerzen nach der laparoskopischen Operation sind gering im Vergleich zur offenen Operation und mit einfachen Schmerzmitteln zu behandeln. Sie können frühzeitig trinken und am nächsten Tag normal essen, erholen sich schnell und können frühzeitig zu den alltäglichen Aktivitäten zurückkehren. Im Vergleich zur offenen Operation sind die kleinen Schnitte kaum erkennbar, insbesondere da wir einen 1 cm langen Schnitt im Nabel durchführen und zwei kleine Schnitte für 5 mm Instrumente verwenden. Dieses garantiert ein sehr gutes kosmetisches Ergebnis.
Sie werden sich schnell nach einer laparoskopischen Operation erholen. Durch die Narkose wird der Darm kurzzeitig "stillgelegt" und das Gleichgewicht im Darm ist anschließend gestört, was zu Blähungen und einem "Blähbauch" führen kann. Dieses verschwindet aber nach 1 bis 2 Wochen wieder. Diätvorschriften, wie in manchen Foren empfohlen, gibt es nicht !
Rechnen Sie mit einem Aufenthalt von 2 - 3 Tagen. Wir entlassen Sie nur bei Wohlbefinden nach einer abschließenden Kontrolle der Blutwerte und einer Ultraschalluntersuchung, um Komplikationen sicher auszuschliessen. Ihrer beruflichen Tätigkeit sollten Sie ein bis zwei Wochen nach der Operation wieder nachgehen können.
Wir bieten Ihnen höchste Qualität der operativen Versorgung mit neuester Technologie durch 2 Experten der laparoskopischen Chirurgie. Wir verfügen jeweils über mehr als 30 Jahre an Erfahrung mit der laparoskopischen Gallenblasenentfernung. Wir führen die Operationen gemeinsam durch und garantieren Ihnen damit unser 4-Augen Prinzip als besonderes Qualitätskriterium.

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