Feigwarzen

Diese Infektion ist eine der häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten. Es entstehen stecknadelkopfgroße derbe Knötchen (Warzen) um den After herum, sie können aber auch 2-3 cm in den Afterkanal hineinreichen. Feigwarzen werden durch ein übermäßiges Wachstum von Gewebe hervorgerufen, was durch das Human Papilloma Virus (HPV) verursacht wird. Das Virus lebt in Ihren Zellen und kann entweder inaktiv bleiben oder die Zelle aktivieren, Warzen zu entwickeln. Typische Symptome sind Juckreiz und Blutspuren am Toilettenpapier.

 

Feigwarzen werden in der Regel durch Geschlechtsverkehr übertragen. Der häufigste Weg, um von einem Human Papilloma Virus angesteckt zu werden, ist Analverkehr. Schützen können Sie sich mit Kondomen. Die Infektion kann vor Jahren geschehen sein und erst sehr viel später entwickeln sich Warzen. Es ist bekannt, daß Frauen, die Sexualverkehr in frühem Alter (15 Jahre) hatten, eine 95% Chance haben, ein Human Papilloma Virus zu akquirieren.
In den meisten Fällen werden die Feigwarzen operativ (in Vollnarkose) entfernt. Vereinzelte Condylome können in Lokalanästhesie abgetragen werden. Alternativ besteht neuerdings die Möglichkeit einer Salbenbehandlung mit immunmodulierenden Salben. Dringend erforderlich ist während der Behandlung eine Mituntersuchung des Partners sowie geschützter (Kondom verwenden !) Geschlechtsverkehr.
Sobald Sie mit dem Virus infiziert sind, können trotz erfolgreicher Behandlung immer Viren in Ihren Zellen zurückbleiben. Sie müssen also immer mit einem Risiko für ein Wiederauftreten von Feigwarzen (Rezidiv) rechnen.
Es ist derzeit wissenschaftlich nicht zweifelsfrei belegt, daß das Human Papilloma Virus Analkrebs verursacht. Aktuelle Studien deuten jedoch darauf hin, dass dieses Virus mit Analkrebs in Verbindung gebracht werden kann. Es ist allgemein bekannt, dass das Human Papilloma Virus Gebärmutterhalskrebs verursacht. Diese Zellen sind sehr ähnlich. Die Auftreten von Analkrebs steigt (vor allem in der HIV-Population) und die Theorie ist derzeit allgemein akzepiert, daß die gleichen Virus-Typen, die Gebärmutterhalskrebs verursachen auch mit Analkrebs in Verbindung gebracht werden können.

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