Analfissur

Ein Fissur ist ein Riß in der Afterhaut, meist verursacht durch harten Stuhlgang. Die Haut des Afters ist sehr empfindlich, deshalb verursacht der Einriß oft starke Schmerzen, die lange anhalten können und zur Verkrampfung des Schließmuskels führen. Hellrotes Blut auf dem Stuhl oder am Toilettenpapier wird durch den Einriß der Haut hervorgerufen. Eine akut aufgetretene Fissur hat eine 80 %ige Chance der Heilung, wenn die Schmerzen behandelt und die Verkrampfung gelöst wird. Heilt der Riss nicht aus, entwickelt sich eine chronische Fissur, die unter Umständen operiert werden muß.

Chronische Risse sind in der Regel an einer Falte an der Außenkante des Anus (Mariske) und Polypen im Anus (hypertrophe Analpapillen) zu erkennen.

 

Der After (Anus) ist von Haut ausgekleidet und von Muskeln umgeben, dem Schließmuskelapparat. In der Fachsprache heiß der Schließmuskel Sphinkter und besteht aus dem äußeren und dem inneren Sphinkter. Nach einem harten Stuhlgang kann die Analhaut einreißen und ruft Schmerzen und Blutungen hervor. Der Schmerz verursacht reflexartig eine Verkrampfung des inneren und äußeren Schließmuskels.
Sie werden bewußt nur die äußeren Schließmuskel entspannen können. Leider können Sie die inneren Schließmuskeln nicht entspannen, da sie nicht der bewußten Kontrolle unterliegen. Der erhöhte Druck durch die Muskelanspannung verringert die Durchblutung der Afterhaut und der Riß kann nur schwer abheilen. Dieses Szenario ist wie ein Teufelskreis. Schmerzen verursachen eine Verkrampfung der Muskeln, was noch mehr Schmerzen verursacht, den Blutfluss vermindert und so weiter.
Wie heilt ein Riss der Afterhaut ? Alle Therapieoptionen beruhen auf einer Drucksenkung im Schließmuskelapparat, um die Duchblutung zu verbessern und somit das Abheilen der Fissur zu ermöglichen.
Nifidepinhaltige Salben in Kombination mit einem lokalen Betäubungsmittel lindern die Schmerzen und verbessern gleichzeitig die Durchblutung. Eine Dehnungsbehandlung mit einem Analdehner senkt den Druck durch Lösen der Verkrampfungen. Botox-Injektionen werden in der Regel für Patienten mit chronischen Fissuren vorbehalten. Die Hauptwirkung von Botox ist eine vorübergehende Lähmung eines Muskels. Die Injektion von Botox in die innere Schließmuskulatur bewirkt die Entspannung des Muskels.

Bei stärksten Schmerzen ist eine Untersuchung in unserer Praxis leider nicht möglich. Hier hilft nur eine Diagnostik im OP in Rückenmarks- oder Vollnarkose, um den Schließmuskelapparat vorsichtig aufzudehnen und das veränderte Gewebe auszuschneiden. Die nun frische Wunde kann in aller Regel gut abheilen, begleitet immer von stuhlverdünnenden Maßnahmen. Heilt eine Fissur nicht aus oder ist sie schon chronifiziert, empfehlen wir eine Operation mit Ausschneiden der chronischen Narbe sowie Entfernung von Marisken und Analpapillen.

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