Narbenbruch

Hernienzentrum Köln - Chirurgica ColoniaNarbenbruch | Narbenhernie

Ein Narbenbruch oder eine Narbenhernie ist ein Bruch, der in Operationsnarben auftritt. Nach jeder Operation wird die Bauchdecke in verschiedenen Schichten verschlossen. Insbesondere das starke Bindegewebe der Bauchwand wird zusammengenäht, bevor die Haut verschlossen wird. Die Narbe hat nach Operationen nicht mehr die Festigkeit einer intakten Bauchwand und durch hohen Druck auf Muskulatur und Bindegewebe können diese Schichten auseinanderweichen und es entsteht eine Lücke, die immer größer werden kann, ein Narbenbruch.

 

 

In Deutschland werden pro Jahr etwa 130 000 Narben- und Bauchwandbrüche operiert. Nach Operationen am Bauch kann ein Narbenbruch bei 10 bis 20 % der Patienten auftreten, manchmal erst Jahre nach der Operation und die Enstehung ist unabhängig davon, ob kleine oder große Schnitte vorliegen.
Ziel jeder Operation bei Narben- oder Bauchwandbrüchen ist die endgültige Beseitigung des Bruches mit Wiederherstellung einer schmerzfreien und maximal belastbaren Bauchwand. Fast zwei Drittel der Patienten mit Narbenbrüchen leiden vor der Operation an Schmerzen. Dieses ist ein eindeutiger Grund, eine Operation zu empfehlen. Andere Gründe sind eine Größenzunahme des Bruches und manchmal die Einklemmungsgefahr. Tritt ein Bruch sehr früh nach der Operation auf, ist eine Wartezeit von 6 Monaten vor einer erneuten Operation sinnvoll. Kleine Brüche ohne Beschwerden kann man auch beobachten (Wait-and-see).
Durch die Verwendung von Kunststoffnetzen konnte das Wiederauftreten von erneuten Brüchen (Rezidiv) drastisch reduziert werden. Der einfache Nahtverschluß führte früher bei 40 % der Patienten zu einem Rezidiv. Eine Bauchwandverstärkung mit einem Netz reduziert diese Zahl heutzutage auf unter 10 %. Aus diesem Grunde empfehlen wir fast ausnahmslos Verfahren mit Kunststoffnetzen. Offene Netzverfahren und laparoskopische Methoden stehen zur Verfügung (siehe Operationsverfahren), ohne das ein einzelnes Verfahren den anderen eindeutig überlegen wäre. Für jede Patientin / jeden Patienten gibt es daher ein "maßgeschneidertes Vorgehen", welches wir Ihnen vor der Operation empfehlen.
Die Belastbarkeit und die Arbeitsfähigkeit hängt natürlich von der Größe des Bruches, der Wundheilung und Ihrem Beruf ab. Eine einheitliche Empfehlung kann es deshalb nicht geben. Tagtäglichen Tätigkeiten können Sie nach Entlassung (stationärer Aufenthalt zwischen 2 und 5 Tagen) nachgehen, wenn Sie keine starken Schmerzen haben. Arbeiten ohne starke Belastung ist nach 1 bis 2 Wochen möglich. Die maximale Festigkeit der Bauchwand ist aber erst nach 2 bis 3 Monaten erreicht, woran die körperlichen Belastungen angepasst werden müssen. Sie bekommen von uns bei Entlassung eine klare Empfehlung, wie wir Ihre Belastbarkeit und Arbeitsfähigkeit einschätzen.
Die wesentlich Voraussetzung zur Vermeidung von postoperativen Problemen wie Rezidiven oder chronischen Schmerzen ist eine gewebe- und nervenschonende Operationstechnik sowie die nervenschonende Befestigung der Kunststoffnetze. Durch unsere gemeinsame jahrzehntelange Erfahrung als Experten der Hernienchirurgie bieten wir diese Voraussetzung, was Ihnen eine hohe Qualität der operativen Leistung garantiert.

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WIR BIETEN IHNEN EINE MASSGESCHNEIDERTE THERAPIE IHRES NARBENBRUCHS