Leistenbruch Op

Leistenbruch - Hernienzentrum in der MediaPark Klinik Köln - CHIRURGICA COLONIA

Leistenbruch Op | Leistenhernie: Behandlung und Operation

Bei einem Leistenbruch oder einer Leistenhernie liegt eine Schwächung der Hinterwand des Leistenkanals vor. Es ist also kein Bruch (z.B. eines Knochens) im eigentlichen Sinne, sondern eine Lücke oder Muskelschwäche. Der Bruch kann direkt durch den Muskel (direkter Leistenbruch) hervortreten oder kann dem Samenstrang folgen (indirekter Leistenbruch). 

Der Leistenbruch ist bei weitem die häufigste Form der Hernie und macht etwa 75 % aller Bauchwandbrüche aus. Ein Bruch tritt bei Männern wesentlich häufiger auf als bei Frauen. Jährlich werden in Deutschland etwa 250.000 Operationen bei Leistenbrüchen durchgeführt. Somit ist dieses die häufigste Operation, die sowohl ambulant als auch stationär durchgeführt werden kann.

 

Ein Leistenbruch, der Symptome wie Schmerzen in Ruhe oder bei Belastung (z.B. im Sport) verursacht, sollte operiert werden, um Sie sicher von den Beschwerden zu befreien.

Kleine, asymptomatische Leistenbrüche können nach der "Wait-and-see" Strategie beobachtet werden, verschwinden aber niemals ohne eine Operation. Ein anfänglich asymptomatischer Leistenbruch kann jedoch im Laufe der Zeit größer werden, verursacht Beschwerden und sollte spätestens dann operiert werden.

Durch den erhöhten Bauchinnendruck und die körperliche Betätigkeit über Tag drückt sich der Inhalt im Bruchsack durch die Lücke im Leistenkanal nach außen und vergrößert die Vorwölbung. Im Schlaf ist der Druck im Bauch geringer und der Leistenbruch wirkt am Morgen kleiner.

Es gibt immer ein Risiko, dass ein unbehandelter Leistenbruch zu einer vorübergehenden Einklemmung führen kann, bei der Darmschlingen in dem Bruch stecken bleiben. Dies kann zu Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Verstopfung führen. In seltenen und schweren Fällen, wenn die Einklemmung bestehen bleibt, kann die Situation lebensbedrohlich werden und erfordert eine Notfalloperation des Bruches. In Deutschland kommt eine Notfalloperation bei einem eingeklemmten Bruch bei 3 von 100 Patienten im Jahr vor.

Die Chirurgie bleibt die einzige Möglichkeit, einen Leistenbruch zu versorgen. Methoden umfassen offene Operationen per Leistenschnitt und laparoskopische (per Bauchspiegelung, TAPP) bzw. endoskopische Techniken (entlang der hinteren Bauchmuskulatur, TEP) als sogenannte minimal-invasive Operationsverfahren. In Deutschland werden 70 % aller Patienten mit einem Leistenbruch laparoskopisch bzw. endoskopisch operiert, aber es gibt keine Operationstechnik, die allen überlegen ist. In unserer Sprechstunde werden wir Ihnen als sehr erfahrene Chirurgen ein maßgeschneidertes Konzept empfehlen und Sie über die jeweiligen Vorteile und Risiken der einzelnen Operationen aufklären.

Bei der offenen Technik erfolgt der operative Zugang über einen 4 bis 5 cm langen Schnitt in der Leiste. Wie bei der offenen Leistenbruch Operation wird auch bei den laparoskopischen bzw. endoskopischen Techniken ein Kunststoffnetz verwendet. Anders als bei der offenen Technik wird die Operation durch drei kleine Schnitte durchgeführt, von denen der größte 1 cm lang ist.

Die Platzierung des Netzes erfolgt hinter den Bauchmuskeln statt wie bei der offenen Technik zwischen den Muskeln, was die geringeren Schmerzen erklärt. Die laparoskopische / endoskopische Chirurgie eines einseitigen oder beidseitigen Leistenbruchs erfordert immer eine Vollnarkose, während die offene Leistenbruch Operation in lokaler Betäubung, Rückenmarksnarkose oder Vollnarkose durchgeführt werden kann.

Die deutsche und europäische Herniengesellschaft empfiehlt bei Patienten ab einem Alter von 30 Jahren ein Kunststoffnetz einzusetzen, um das Risiko eines erneuten Leistenbruchs (Rezidiv) gering zu halten. Die heutigen Netze sind nicht spürbar, besitzen eine sehr hohe Festigkeit und verursachen als Fremdkörper keine Allergien.

Leider können nicht alle Patienten mit einem Leistenbruch minimal-invasiv operiert werden. Wenn ein Patient vor kurzem eine offene Bauchoperation, eine Prostata-Operation oder bekannte heftige Vernarbungen im Unterleib hat, sollte die Operation über einen Leistenschnitt erfolgen.

Ja, Leistenbruch Operationen sind auch bei uns ambulant durchführbar. Wir führen ambulant aber nur einseitige Operationen und diese nur in offener Technik (Leistenbruch Operation nach Lichtenstein) durch. Beidseitige Hernien oder laparoskopisch/endoskopische Operationen werden nicht ambulant durchgeführt. Voraussetzungen für einen ambulanten Eingriff sind u.a.: Sie dürfen nicht alleine leben, dürfen keine schwerwiegenden Nebenerkrankungen haben und Sie dürfen keine blutverdünnenden Medikamente nehmen.

Wir besprechen gerne mit Ihnen, ob eine ambulante Leistenbruch Operation sinnvoll und für Sie möglich ist.

Für uns ist es ein wichtiges Anliegen, daß Sie nach der Leistenbruch Operation wenig bis gar keine Schmerzen haben. Dies wird zum einen durch die Narkoseform und Schmerzmittel nach der Operation garantiert.
Bei alle offenen und laparoskopischen Leistenbruch Operationen wird zum anderen ein lokales Betäubungsmittel gespritzt, um keine Schmerzen an den Hautschnitten zu bekommen.

Moderne Operationstechniken führen zu einer schnellen Regeneration, unabhängig davon ob Sie einen einseitigen oder beidseitigen Leistenbruch haben. Die Länge des Aufenthalts im Krankenhaus und die Erholungszeiten variieren je nach Operation und Ihrem Gesundheitszustand. Die meisten Patienten werden nach 2 Tagen entlassen und nehmen Ihre normalen Alltagsaktivitäten innerhalb einer Woche wieder auf.

Nach der Operation ist es üblich, Schmerzmittel zu verschreiben, um die meist geringen Schmerzen zu behandeln. Anstrengende Tätigkeiten sollten für 3 bis 4 Wochen nach der Leistenbruch Operation vermieden werden.

Dies hängt von individuellen Faktoren, wie z.B. der Schmerzempfindlichkeit sowie von der Art ihrer Arbeitstätigkeit ab. Berufe, die nicht viel körperliche Aktivität erfordern, können in der Regel nach einigen Tagen wiederaufgenommen werden. Diejenigen Jobs, die viel körperliche Aktivität verlangen, benötigen manchmal eine Arbeitsunfähigkeit von zwei oder drei Wochen.

Als Experten mit 30 Jahren operativer Erfahrung bieten wir ihnen als einzige Klinik sämtliche Operationsverfahren an (offene, laparoskopische und endoskopische Leistenbruch Operation) und nicht nur einzelne Techniken.
In Expertenhand ist das Risiko für Komplikationen nach Leistenbruchoperationen deutlich geringer. Rezidivbrüche sind bei Operationen durch Experten um 50 % verringert im Vergleich zu Ausbildungsoperationen und die Zahl der Patienten mit chronischen Schmerzen ist um 30 bis 40 % geringer.
Unser "4-Augen-Prinzip" von zwei Experten garantiert ihnen die beste Verfahrenswahl auch in komplexen Fällen, z.B. nach Voroperationen an der Leiste.

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