Hernienzentrum MediaPark Klinik Köln

In Deutschland werden jedes Jahr 350 000 Operationen bei Bauchwandbrüchen wie Leistenbruch, Schenkelbruch, Nabel- oder Narbenbruch durchgeführt. Diese Operationen wurden aber in den letzten 25 Jahren immer komplexer, wie zum Beispiel bei minimal-invasiven Techniken oder "Sportlerleisten". Nur in den Händen von Spezialisten ist der Erfolg groß, die Rückfallquote (Rezidivrate) niedrig und die Rate an zum Teil chronischen Schmerzen nach der Operation gering. Wir bieten Ihnen in unserem Hernienzentrum in der MediaPark Klinik Köln höchste Qualität als Spezialisten in der Hernienchirurgie mit 30 Jahren operativer Erfahrung. Wir gehören zu den 6 % der Chirurgen in Europa, die alle Techniken (endoskopisch, laparoskopisch und offen) in einem Zentrum anbieten.

Im Kölner Hernienzentrum werden alle Typen von Hernien (Brüchen) operiert. Diese umfassen:

 

Leistenbruch - Hernienzentrum in der MediaPark Klinik Köln - CHIRURGICA COLONIA

Leistenbruch Op | Leistenhernie: Behandlung und Operation

Bei einem Leistenbruch oder einer Leistenhernie liegt eine Schwächung der Hinterwand des Leistenkanals vor. Es ist also kein Bruch (z.B. eines Knochens) im eigentlichen Sinne, sondern eine Lücke oder Muskelschwäche. Der Bruch kann direkt durch den Muskel (direkter Leistenbruch) hervortreten oder kann dem Samenstrang folgen (indirekter Leistenbruch). 

Der Leistenbruch ist bei weitem die häufigste Form der Hernie und macht etwa 75 % aller Bauchwandbrüche aus. Ein Bruch tritt bei Männern wesentlich häufiger auf als bei Frauen. Jährlich werden in Deutschland etwa 250.000 Operationen bei Leistenbrüchen durchgeführt. Somit ist dieses die häufigste Operation, die sowohl ambulant als auch stationär durchgeführt werden kann.

 

Ein Leistenbruch, der Symptome wie Schmerzen in Ruhe oder bei Belastung (z.B. im Sport) verursacht, sollte operiert werden, um Sie sicher von den Beschwerden zu befreien.

Kleine, asymptomatische Leistenbrüche können nach der "Wait-and-see" Strategie beobachtet werden, verschwinden aber niemals ohne eine Operation. Ein anfänglich asymptomatischer Leistenbruch kann jedoch im Laufe der Zeit größer werden, verursacht Beschwerden und sollte spätestens dann operiert werden.

Durch den erhöhten Bauchinnendruck und die körperliche Betätigkeit über Tag drückt sich der Inhalt im Bruchsack durch die Lücke im Leistenkanal nach außen und vergrößert die Vorwölbung. Im Schlaf ist der Druck im Bauch geringer und der Leistenbruch wirkt am Morgen kleiner.

Es gibt immer ein Risiko, dass ein unbehandelter Leistenbruch zu einer vorübergehenden Einklemmung führen kann, bei der Darmschlingen in dem Bruch stecken bleiben. Dies kann zu Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Verstopfung führen. In seltenen und schweren Fällen, wenn die Einklemmung bestehen bleibt, kann die Situation lebensbedrohlich werden und erfordert eine Notfalloperation des Bruches. In Deutschland kommt eine Notfalloperation bei einem eingeklemmten Bruch bei 3 von 100 Patienten im Jahr vor.

Die Chirurgie bleibt die einzige Möglichkeit, einen Leistenbruch zu versorgen. Methoden umfassen offene Operationen per Leistenschnitt und laparoskopische (per Bauchspiegelung, TAPP) bzw. endoskopische Techniken (entlang der hinteren Bauchmuskulatur, TEP) als sogenannte minimal-invasive Operationsverfahren. In Deutschland werden 70 % aller Patienten mit einem Leistenbruch laparoskopisch bzw. endoskopisch operiert, aber es gibt keine Operationstechnik, die allen überlegen ist. In unserer Sprechstunde werden wir Ihnen als sehr erfahrene Chirurgen ein maßgeschneidertes Konzept empfehlen und Sie über die jeweiligen Vorteile und Risiken der einzelnen Operationen aufklären.

Bei der offenen Technik erfolgt der operative Zugang über einen 4 bis 5 cm langen Schnitt in der Leiste. Wie bei der offenen Leistenbruch Operation wird auch bei den laparoskopischen bzw. endoskopischen Techniken ein Kunststoffnetz verwendet. Anders als bei der offenen Technik wird die Operation durch drei kleine Schnitte durchgeführt, von denen der größte 1 cm lang ist.

Die Platzierung des Netzes erfolgt hinter den Bauchmuskeln statt wie bei der offenen Technik zwischen den Muskeln, was die geringeren Schmerzen erklärt. Die laparoskopische / endoskopische Chirurgie eines einseitigen oder beidseitigen Leistenbruchs erfordert immer eine Vollnarkose, während die offene Leistenbruch Operation in lokaler Betäubung, Rückenmarksnarkose oder Vollnarkose durchgeführt werden kann.

Die deutsche und europäische Herniengesellschaft empfiehlt bei Patienten ab einem Alter von 30 Jahren ein Kunststoffnetz einzusetzen, um das Risiko eines erneuten Leistenbruchs (Rezidiv) gering zu halten. Die heutigen Netze sind nicht spürbar, besitzen eine sehr hohe Festigkeit und verursachen als Fremdkörper keine Allergien.

Leider können nicht alle Patienten mit einem Leistenbruch minimal-invasiv operiert werden. Wenn ein Patient vor kurzem eine offene Bauchoperation, eine Prostata-Operation oder bekannte heftige Vernarbungen im Unterleib hat, sollte die Operation über einen Leistenschnitt erfolgen.

Ja, Leistenbruch Operationen sind auch bei uns ambulant durchführbar. Wir führen ambulant aber nur einseitige Operationen und diese nur in offener Technik (Leistenbruch Operation nach Lichtenstein) durch. Beidseitige Hernien oder laparoskopisch/endoskopische Operationen werden nicht ambulant durchgeführt. Voraussetzungen für einen ambulanten Eingriff sind u.a.: Sie dürfen nicht alleine leben, dürfen keine schwerwiegenden Nebenerkrankungen haben und Sie dürfen keine blutverdünnenden Medikamente nehmen.

Wir besprechen gerne mit Ihnen, ob eine ambulante Leistenbruch Operation sinnvoll und für Sie möglich ist.

Für uns ist es ein wichtiges Anliegen, daß Sie nach der Leistenbruch Operation wenig bis gar keine Schmerzen haben. Dies wird zum einen durch die Narkoseform und Schmerzmittel nach der Operation garantiert.
Bei alle offenen und laparoskopischen Leistenbruch Operationen wird zum anderen ein lokales Betäubungsmittel gespritzt, um keine Schmerzen an den Hautschnitten zu bekommen.

Moderne Operationstechniken führen zu einer schnellen Regeneration, unabhängig davon ob Sie einen einseitigen oder beidseitigen Leistenbruch haben. Die Länge des Aufenthalts im Krankenhaus und die Erholungszeiten variieren je nach Operation und Ihrem Gesundheitszustand. Die meisten Patienten werden nach 2 Tagen entlassen und nehmen Ihre normalen Alltagsaktivitäten innerhalb einer Woche wieder auf.

Nach der Operation ist es üblich, Schmerzmittel zu verschreiben, um die meist geringen Schmerzen zu behandeln. Anstrengende Tätigkeiten sollten für 3 bis 4 Wochen nach der Leistenbruch Operation vermieden werden.

Dies hängt von individuellen Faktoren, wie z.B. der Schmerzempfindlichkeit sowie von der Art ihrer Arbeitstätigkeit ab. Berufe, die nicht viel körperliche Aktivität erfordern, können in der Regel nach einigen Tagen wiederaufgenommen werden. Diejenigen Jobs, die viel körperliche Aktivität verlangen, benötigen manchmal eine Arbeitsunfähigkeit von zwei oder drei Wochen.

Als Experten mit 30 Jahren operativer Erfahrung bieten wir ihnen als einzige Klinik sämtliche Operationsverfahren an (offene, laparoskopische und endoskopische Leistenbruch Operation) und nicht nur einzelne Techniken.
In Expertenhand ist das Risiko für Komplikationen nach Leistenbruchoperationen deutlich geringer. Rezidivbrüche sind bei Operationen durch Experten um 50 % verringert im Vergleich zu Ausbildungsoperationen und die Zahl der Patienten mit chronischen Schmerzen ist um 30 bis 40 % geringer.
Unser "4-Augen-Prinzip" von zwei Experten garantiert ihnen die beste Verfahrenswahl auch in komplexen Fällen, z.B. nach Voroperationen an der Leiste.

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Sportlerleiste - Hernienzentrum Köln - Chirurgica ColoniaSportlerleiste | Sportlerhernie

Bei einer sogenannten Sportlerleiste verursacht ein Riss in der Leistenmuskulatur chronische Schmerzen. Der Schmerz verstärkt sich unter Belastung. Sportlerleisten sind schwer zu diagnostizieren und kompliziert zu behandeln.

Der Riss im Leistenmuskel wird häufig bei Profisportlern gesehen, die sehr starke Oberschenkel- und Bauchmuskeln haben, deren Kräfte in der Leistenregion in verschiedene Richtungen wirken. Bei einem Schuss im Fußball zieht die Spannung der Oberschenkelmuskulatur gegen die konstante Spannung der Bauchmuskulatur, was letztendlich zu einem Riss in der äußeren Schicht der Bauchmuskulatur führen kann. Sie kennen dieses Bild, wenn sich Profifußballer plötzlich während des Spiels schmerzverzehrt an die Leiste fassen.

 

Bei der Sportlerleiste handelt es sich nicht um einen echten Bruch oder eine Hernie, da sich kein Fett oder Darm durch den Muskelriss schiebt. Der Muskelriß verursacht im Gegensatz zum Leistenbruch daher ständige Schmerzen beim Sitzen, Stehen oder bei sportlicher Betätigung.

Während einer Konferenz in England wurde von Spezialisten des Fachgebietes der Begriff „inguinal disruption“ geprägt, der den Riß in der Leiste als Ursache der Schmerzen genauer beschreibt (siehe: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24149096 ),

Die Sportlerleiste unterscheidet sich in der Regel von einer Muskelzerrung, da sie chronischer Natur ist. Sportlerleisten verbessern sich nicht durch Ruhe oder Physiotherapie, da der Riss nie von selbst ausheilt. Wir sehen diese Verletzungen oft bei Sportlern, die Fußball oder Hockey spielen, seltener bei anderen Sportarten mit einer starken Oberschenkel- und Bauchmuskulatur. Manchmal können die Symptome einer Sportlerleiste über viele Jahre bestehen.

Beim Hobbysportler kann man meist davon ausgehen, dass die Muskelfasern aufgrund einer Muskelschwäche reißen. Aus diesem Grund müssen beim Hobbysportler die Muskelfasern verstärkt werden, damit diese in Zukunft nicht erneut reißen. Deshalb führen wir bei Hobbysportlern eine Verstärkung der inneren Muskelschichten mit einem Kunststoffnetz ähnlich einer Leistenbruch Operation durch.
Bei Profisportlern, Wettkampfsportlern und Sportlern unter 35 Jahren wird ein "Minimal Repair" durchgeführt, um die stark ausgeprägte Muskulatur an der vorderen Bauchwand wiederherzustellen und den Riss zu beseitigen. Die laparoskopische oder endoskopische Versorgung der Sportlerleiste wird in der Regel nicht empfohlen, da hier nur die hintere Muskelschicht verstärkt wird.

Ja, es gibt eine Ausnahme, wenn die Symptome der Sportlerleiste auf die gerade Bauchmuskulatur (Rektusmuskeln, "Sixpack") fokussiert sind und die Diagnostik mit einem MRT (Magnetresonanztomographie) eine Verletzung des Rektusmuskels zeigt. Dann kann der Rektusmuskel über die laparoskopische Chirurgie verstärkt werden.

Beim "Minimal Repair" beschränkt sich der Chirurg nur darauf, die geschädigten Strukturen zu reparieren. Dies geschieht durch einen kleinen Schnitt in der betroffenen Leiste. Manchmal muß nur der Riss in der äußeren Muskelschicht genäht werden, gelegentlich muß auch ein Teil eines geschädigten Nerven entfernt oder die Hinterwand des Leistenkanals verstärkt werden. Es wird immer darauf geachtet, dass der Leistenkanal wieder originalgetreu hergestellt wird, damit die sportliche Leistung nicht beeinträchtigt wird. Bei manchen Sportlern sind noch zusätzliche Eingriffe an den Sehnen und Muskeln, welche am Schambein ansetzen, erforderlich. Es ist deshalb wichtig, dass der behandelnde Chirurg nicht nur Hernienspezialist ist, sondern auch unfallchirurgische/orthopädische und sportmedizinische Erfahrung mitbringt, um die richtige Entscheidung in der Therapie zu treffen.

Sportlerleisten sind eine Ausschlussdiagnose, wenn alle anderen Ursachen von Leistenschmerzen ausgeschlossen sind. Da die meisten klinischen Tests bei der Untersuchung normal ausfallen, sind die Ursachen von Leistenschmerzen sehr schwer zu diagnostizieren. Hüftschmerzen, Zerrungen oder ein tatsächlicher Leistenbruch sind die häufigsten Ursachen von Leistenschmerzen. Ein MRT kann Anomalien rund um das Schambein aufzeigen oder eine Muskelverletzung nachweisen. Aber leider sind die bildgebenden Verfahren manchmal nur vage und nicht immer hilfreich. Deshalb spielt die Erfahrung des Chirurgen und das komplexe Wissen des Arztes die entscheidende Rolle.

In unserem Hernienzentrum sind wir Spezialisten für die Sportlerleiste und arbeiten eng mit der Orthopädie, Physiotherapie und Radiologie der MediaPark Klinik zusammen, um die Ihre Schmerzursache zu finden und Ihnen die beste Therapie anzubieten.

Hernienzentrum Köln - Chirurgica ColoniaSchenkelbruch | Schenkelhernie

Ein Schenkelbruch oder Schenkelhernie ist eine Variation eines Leistenbruchs, tritt aber deutlich seltener auf. Bei einem Schenkelbruch befindet sich die Lücke oder Wandschwäche unterhalb des Leistenbandes am Durchtritt der großen Oberschenkelgefässe. Frauen bekommen häufiger einen Schenkelbruch als Männer, der jedoch bei Leistenbeschwerden schwierig zu diagnostizieren ist. Die Operation der Wahl ist in solchen Fällen die endoskopische oder laparoskopische Leistenbruch Operation, um die gesamte Anatomie der Leistenregion darzustellen und die richtige Diagnose zu stellen.

 

Hernienzentrum Köln - Chirurgica ColoniaNabelbruch | Nabelhernie

Bei einem Nabelbruch oder einer Nabelhernie drückt sich Darm oder Fettgewebe durch eine Lücke im Nabel nach außen. Diese Lücke war beim Embryo die Durchtrittstelle der Nabelschnur, die sich nicht verschlossen hat und im Laufe der Zeit größer wurde.

 

 

Beim Nabelbruch gilt das gleiche wie beim Leistenbruch. Ein Grund für eine Operation besteht bei Beschwerden, meist unter Belastung, und bei Größenzunahme des Bruchs. Das Risiko einer Einklemmung besteht bei etwa 7 % aller Patienten mit Nabel- und epigastischen (Oberbauch) Brüchen. In diesen Fällen muß eine Notfalloperation erfolgen.
Die Wahl des Operationverfahres hängt von der Größe der Bruchlücke und gewissen Risikofaktoren ab. Fast 75 % der Patienten mit Nabel- oder epigastrischen Hernien sind übergewichtig bzw. adipös und 40 bis 50 % sind Raucher. Männer bekommen häufiger Nabelbrüche als Frauen (74 zu 26 %).

Kleine Brüche mit einem Durchmesser < 2 cm können mit einer Naht, die sich nicht auflöst, verschlossen werden, aber nur wenn keine Riskofaktoren vorliegen. Mittelgroße (2 bis 4 cm) und große Brüche (> 4 cm im Durchmesser) und Brüche bei Patienten mit Riskofaktoren sollten mit einem Kunststoffnetz versorgt werden. Dieses kann offen über einen kleinen Schnitt am Nabel oder laparoskopisch erfolgen. Die häufigste Operation ist das offene Verfahren mit einer Naht, aber ohne Netz, gefolgt von der offenen Netzimplantation und nur etwa 15 % der Patienten werden laparoskopisch operiert.
Von der Operation und der Vollnarkose (98 %) erholen Sie sich in wenigen Tagen. Die Mehrzahl der Operationen (70 %) müssen stationär mit einem Aufenthalt von 2 bis 4 Tagen durchgeführt werden, aber wir bieten Ihnen auch in speziellen Fällen eine ambulante Operation an. Nach 1 bis 2 Wochen können Sie wieder alltäglichen Arbeiten nachgehen. Schwere körperliche Tätigkeit und Sport ist aber erst nach 4 bis 6 Wochen möglich, bis eine ausreichende Festigkeit von Naht und Netz vorliegt.
Wir bieten Ihnen ein maßgeschneidertes Konzept in Abhängigkeit von der Bruchgröße und Ihren Risikofaktoren an. Wir verfügen über die Kompetenz in sämtlichen Operationsverfahren (offene und laparoskopische Operationen) aufgrund unserer jahrzehntelangen chirurgischen Erfahrung. Unser "4-Augen-Prinzip" von zwei Experten garantiert ihnen die beste Verfahrenswahl auch in komplexen Fällen, z.B. nach Voroperationen.

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Hernienzentrum Chirurgica ColoniaOberbauchbruch | Epigastrische Hernie

Diese Brüche bilden sich zwischen dem Bauchnabel und dem unteren Teil des Brustbeins und sind nach die anatomischen Region des Oberbauches, dem Epigastrium benannt. Die operative Therapie dieser Brüche entspricht der Behandlung eines Nabelbruchs und kann in Abhängigkeit von der Größe mit der offenen oder laparoskopischen Technik versorgt werden (siehe Nabelbruch).

 

 

Hernienzentrum Köln - Chirurgica ColoniaNarbenbruch | Narbenhernie

Ein Narbenbruch oder eine Narbenhernie ist ein Bruch, der in Operationsnarben auftritt. Nach jeder Operation wird die Bauchdecke in verschiedenen Schichten verschlossen. Insbesondere das starke Bindegewebe der Bauchwand wird zusammengenäht, bevor die Haut verschlossen wird. Die Narbe hat nach Operationen nicht mehr die Festigkeit einer intakten Bauchwand und durch hohen Druck auf Muskulatur und Bindegewebe können diese Schichten auseinanderweichen und es entsteht eine Lücke, die immer größer werden kann, ein Narbenbruch.

 

 

In Deutschland werden pro Jahr etwa 130 000 Narben- und Bauchwandbrüche operiert. Nach Operationen am Bauch kann ein Narbenbruch bei 10 bis 20 % der Patienten auftreten, manchmal erst Jahre nach der Operation und die Enstehung ist unabhängig davon, ob kleine oder große Schnitte vorliegen.
Ziel jeder Operation bei Narben- oder Bauchwandbrüchen ist die endgültige Beseitigung des Bruches mit Wiederherstellung einer schmerzfreien und maximal belastbaren Bauchwand. Fast zwei Drittel der Patienten mit Narbenbrüchen leiden vor der Operation an Schmerzen. Dieses ist ein eindeutiger Grund, eine Operation zu empfehlen. Andere Gründe sind eine Größenzunahme des Bruches und manchmal die Einklemmungsgefahr. Tritt ein Bruch sehr früh nach der Operation auf, ist eine Wartezeit von 6 Monaten vor einer erneuten Operation sinnvoll. Kleine Brüche ohne Beschwerden kann man auch beobachten (Wait-and-see).
Durch die Verwendung von Kunststoffnetzen konnte das Wiederauftreten von erneuten Brüchen (Rezidiv) drastisch reduziert werden. Der einfache Nahtverschluß führte früher bei 40 % der Patienten zu einem Rezidiv. Eine Bauchwandverstärkung mit einem Netz reduziert diese Zahl heutzutage auf unter 10 %. Aus diesem Grunde empfehlen wir fast ausnahmslos Verfahren mit Kunststoffnetzen. Offene Netzverfahren und laparoskopische Methoden stehen zur Verfügung (siehe Operationsverfahren), ohne das ein einzelnes Verfahren den anderen eindeutig überlegen wäre. Für jede Patientin / jeden Patienten gibt es daher ein "maßgeschneidertes Vorgehen", welches wir Ihnen vor der Operation empfehlen.
Die Belastbarkeit und die Arbeitsfähigkeit hängt natürlich von der Größe des Bruches, der Wundheilung und Ihrem Beruf ab. Eine einheitliche Empfehlung kann es deshalb nicht geben. Tagtäglichen Tätigkeiten können Sie nach Entlassung (stationärer Aufenthalt zwischen 2 und 5 Tagen) nachgehen, wenn Sie keine starken Schmerzen haben. Arbeiten ohne starke Belastung ist nach 1 bis 2 Wochen möglich. Die maximale Festigkeit der Bauchwand ist aber erst nach 2 bis 3 Monaten erreicht, woran die körperlichen Belastungen angepasst werden müssen. Sie bekommen von uns bei Entlassung eine klare Empfehlung, wie wir Ihre Belastbarkeit und Arbeitsfähigkeit einschätzen.
Die wesentlich Voraussetzung zur Vermeidung von postoperativen Problemen wie Rezidiven oder chronischen Schmerzen ist eine gewebe- und nervenschonende Operationstechnik sowie die nervenschonende Befestigung der Kunststoffnetze. Durch unsere gemeinsame jahrzehntelange Erfahrung als Experten der Hernienchirurgie bieten wir diese Voraussetzung, was Ihnen eine hohe Qualität der operativen Leistung garantiert.

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Hernienzentrum Köln - Chirurgica ColoniaRezidivbrüche | Rezidivhernien

Rezidivbrüche oder Rezidivhernien sind Brüche, die nach Voroperation eines Leisten-, Nabel- oder Narbenbruchs auftreten können. Eine Vielzahl von Faktoren beeinflußen das Wiederauftreten eines Bruches. Dazu gehört auch die angeborene, genetisch bedingte Bindegewebsschwäche. 

Glücklicherweise gibt es immer eine chirurgische Option, einen Rezidivbruch, der Beschwerden verursacht, zu behandeln.

 

Leistenbruch

Durch die Verwendung von Kunstoffnetzen konnte erfreulicherweise die Rezidivrate nach Leistenbruchoperation in den Händen von Experten auf unter 5 % gesenkt werden. Unterschiede in den Rezidivraten zwischen offener und endoskopisch/laparoskopischer Technik gibt es nicht.

Nabelbruch

Die Rezidivraten ein Jahr nach Nabelbruch Operationen schwanken in Deutschland je nach Größe des Bruchs zwischen 2 % bei kleinen und über 3 % bei großen Brüchen (> 4 cm).

Narbenbruch

Im deutschen Hernienregister beträgt die Rezidivrate für Narbenbrüche, die laparoskopisch (IPOM) operiert wurden, knapp 7 %, während die offen operierten Patienten eine geringere Rate mit 4 % nach einem Jahr aufweisen.

Leistenbruch

Die Versorgung eines Rezidives nach endoskopischer oder laparoskopischer (TEP oder TAPP) Voroperation sollte immer offen mit der Methode nach Lichtenstein (siehe Operationsverfahren) erfolgen. Umgekehrt gilt: ein Rezidiv nach offener Operation sollte mit dem TEP oder TAPP Verfahren versorgt werde. Ein Wechsel des Verfahrens reduziert die Rate an Komplikationen während und nach der zweiten Operation, wenn man das mit der Erstoperation vergleicht.

Nabelbruch

Wurde der Nabelbruch bei der Erstoperation mit einer Naht verschlossen, sollte beim erneuten Bruch das Verfahren gewechselt und ein Kunststoffnetz implantiert werden.

Narbenbruch

Bei einem Rezidiv eines Narbenbruchs wurde vermutlich bei der Erstoperation schon ein Netz verwendet. Bei der erneuten Operation muß dann ein zweites Netz implantiert werden, welches die Bruchlücke um 5 bis 6 cm in alle Richtungen abdecken soll. Dieses kann offen oder laparoskopisch (IPOM, siehe Operationsverfahren) eingebracht werden.
Als Experten der Hernienchirurgie verfügen wir über langjährige Kenntnisse in der operativen Versorgung von Rezidiven bei Leisten-, Nabel- und Narbenbrüchen. Wir wählen das richtige Verfahren für Sie aus, um ein weiteres Rezidiv zu vermeiden. Diese Qualität garantieren wir durch unser 4 Augen-Prinzip, bei dem zwei erfahrene Chirurgen mit Ihnen die für Sie beste Operationsmethode besprechen und diese komplexe Operation gemeinsam durchführen.

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WIR BIETEN IHNEN EINE MASSGESCHNEIDERTE THERAPIE IHRES LEISTENBRUCHS